Über Zigaretten

Für Millionen Menschen ist Rauchen ein Genuss, trotz aller negativer Begleiterscheinungen – das macht es so schwierig, mit dem Rauchen aufhören zu können.


Zigaretten

Rauchen – Genuss und Risiko

Das Paradoxe ist: Die Gesundheitsschädigungen beim Rauchen werden durch das Einatmen von verbranntem Tabak ausgelöst. Der Genuss jedoch entsteht durch die Wirkung des Nikotin und den mit dem Rauchen verbundenen Ritualen: den damit verknüpften Pausen im Alltag, der Haptik und Optik von Zigarette und Rauch, der Zigarette nach dem Essen, der gesellschaftlichen Komponente.


Im Tabakrauch sind je nach Zigarette bis zu 7.000 aktive, chemische Substanzen enthalten, von denen ein Großteil auf den menschlichen Organismus nachgewiesenermaßen negativ einwirkt. Am bekanntesten und auch am schädlichsten sind dabei Teer und Kohlenmonoxid. Deshalb muss ihr Anteil an einer Zigarette in Deutschland auf der Verpackung angegeben werden.


Teer ist deshalb so gefährlich, weil es das Schutzsystem von Lunge und Atemtrakt außer Gefecht setzt, indem es die filternden Flimmerhärchen verklebt. So können nicht nur die in der Zigarette enthaltenen Stoffe ungehindert "passieren"; auch der täglich durch Straßenverkehr und Umweltverschmutzung eingeatmete Feinstaub und Mikrofremdkörper werden inhaliert und nicht mehr abgehustet. Täglich eine Schachtel Zigaretten zu rauchen, bedeutet den jährlichen Konsum einer Tasse voller Teer.


Kohlenmonoxid macht bis zu 4% vom Zigarettenrauch aus und wird beim Rauchen vollständig vom Körper aufgenommen, da der Zigarettenfilter es nicht aussperren kann. CO minimiert die Sauerstoffaufnahme durch die Blutkörperchen; es dockt bei ihnen dort an, wo eigentlich der Sauerstoff gebunden und zu den einzelnen Organen transportiert werden sollte. Hieraus erklärt sich der oft fatale Zusammenhang zwischen Rauchen und Herz-Kreislauferkrankungen.


Darüber hinaus bedeutet Rauchen, mit jeder Inhalation lungengängige Stoffpartikel einzuatmen, von denen 200 bereits als Ursachen für Herz- und Atemwegserkrankungen diagnostiziert wurden. Mehr als 40 sind karzinogen (krebserregend). Selbst wenn Tabak zunehmend als zusatzstofffrei beworben wird: Auch viele biologische Zusatzstoffe sind dazu geeignet, die Wirkung der Zigarette beim Rauchen und damit die Abhängigkeit von ihr zu verstärken.


Mit dem Rauchen aufhören ist allerdings nicht deshalb so schwierig, weil Teer, Kohlenmonoxid oder einer der anderen Hunderte Stoffe (darunter etwa Schwermetalle, Benzol, Arsenverbindungen, Blei, Plutonium, Formaldehyd, Dioxine, Blausäure, Acetaldehyd und Cyanid, um nur einige zu nennen) eine Abhängigkeit verursachen würde.


Denn hauptverantwortlich für den Genuss beim Rauchen ist keiner dieser Stoffe - sondern das Nikotin, ein natürlicher Inhaltsstoff der Tabakpflanze.


Dampfen statt Rauchen

Bedeutet "Dampfen" wirklich mit dem Rauchen aufhören?

Zwischen Zigarette und der alternativen E-Zigarette gibt es eigentlich nur zwei grundsätzliche Unterschiede: die elektronischen Zigarette funktioniert ohne Tabak und ohne Verbrennung. Diese beiden Faktoren sind jedoch entscheidend, wenn es um die durch das Rauchen entstehenden Gesundheitsschäden geht.


Die elektronische Zigarette ist eine Alternative zum Rauchen, wenn Sie weiter Nikotin genießen möchten, ohne die Nebenwirkungen aller anderen im Tabakrauch enthaltenen Stoffe zu konsumieren. Insofern: Ja, von der Zigarette auf die E-Zigarette zu wechseln, bedeutet zu dampfen statt zu rauchen.


Trotzdem ist die Elektrische Zigarette nicht als Entwöhnungsmittel gedacht. Ob sie erfolgreich als solches eingesetzt werden kann, ist noch unklar. Bisher gibt es keine Langzeitstudien zur Frage, ob Raucher über die E-Zigarette leichter bei einem Komplettverzicht auf Nikotin ankommen.


Klar ist aber: Elektronische Zigaretten und elektronisches Rauchen sind zunehmend vielen Studien zu Folge weitaus weniger riskant als die herkömmliche Zigarette. Sie sind eine sinnvolle Alternative zum Rauchen, wenn Sie auf den Genuss von Nikotin einfach nicht verzichten wollen – oder zu können glauben. Rauchen aufhören bedingt eine innere Entscheidung, für die der richtige Zeitpunkt gekommen sein muss. Das Dampfen ist ein risikoärmerer Genuss und für viele Menschen der entscheidende Schritt, um zu dieser Entscheidung schrittweise und langfristig zu gelangen.


Rauchen und Dampfen: Die Vorteile

Das Rauchen von Tabakzigaretten verkürzt Ihr Leben je nach Menge und Veranlagung beträchtlich; viele Forscher sprechen von einem Durchschnittswert von zehn Jahren.


In Deutschland allein sterben an der Zigarette bis zu 140.000 Menschen; mehr als 3.000 erleiden schwere Gesundheitsschäden aufgrund von Passiv – Rauchen. Besonders betroffen sind die Atemwege und das Herz-Kreislaufsystem. Rauchen erhöht das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen und Schlaganfälle um das Doppelte. 90% aller Lungenkrebsfälle treten bei Rauchern auf.


So gut wie alle E-Zigaretten Nutzern berichten von deutlichen Verbesserungen ihres Gesundheitszustandes, sobald sie vom Rauchen auf das Dampfen wechseln. Doch das ist nicht alles: Es gibt viele Gründe, warum Rauchen einfach eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität darstellt – und warum mit dem Rauchen aufhören eine der besten Entscheidungen Ihres Lebens sein wird.


Dampfen

Ohne Zigarette sind Sie fitter – und schöner!

Viele Raucher richten sich mit einer deutlich reduzierten Kondition ein – erst, wenn sie zu rauchen aufhören, spüren sie die bisherigen Einschränkungen. Treppen laufen wird plörtzlich kein Problem mehr, Fahrradfahren auch nicht. Allgemein kommt die Lust an Bewegung und Sport zurück. Auch das Sexualleben wird häufig intensiver und angeregter. Die Haut nimmt ohne Zigarette schnell eine gesündere Farbe an. Die bessere Durchblutung und die fehlenden Giftstoffe unterstützen einen strahlenden Teint. Zähne werden weißer und bleiben es.


Rauchen aufhören = Geldbeutel schonen

Die Zigarette ist ein teures Hobby. Auch elektronische Zigaretten kosten etwas, aber wesentlich weniger – und zwar nicht nur "per Zug". Denn so gut wie alle Dampfer konsumieren nach der Einstiegsphase deutlich weniger Nikotin über die elektronische Zigarette als sie zuvor mit herkömmlichen Tabakzigaretten aufgenommen haben. Hinzu kommen die versteckten Kosten von Erkrankungen, die durch die Tabakinhaltsstoffe verursacht werden.


Kleider und Wohnung riechen nicht mehr nach Tabak

Der Geruch (und Geschmack!) von Tabakrauch kann für Nichtraucher eine Qual darstellen. Rauchen ist auch in dieser Hinsicht ein echter Lusttöter – er schmeckt den meisten Nichtrauchern einfach nicht. Der Dampf einer elektrischen Zigarette hingegen riecht angenehm nach dem verwendeten Aroma und verflüchtigt sich innerhalb von Sekunden spurlos. Er hinterlässt keine Gerüche in Stoffen und auch keine sichtbaren Verfärbungen, wie es die Zigarette etwa auf Tapeten tut.


Keine Gefahr mehr für Außenstehende

Passivrauchen ist ein akutes Risiko für Dritte, vor allem Kinder. Es kann krank machen und etwa bei Säuglingen sogar zum Tod führen. Das Dampfen von elektronischen Zigaretten stellt eine wesentliche, vielleicht sogar absolute, Minimierung des Gesundheitsrisikos für Außenstehende dar.


Jedes Elternteil möchte seinen Kindern ein gutes Vorbild sein. Rauchen ist alles andere als eine nachahmenswerte Gewohnheit. Mit dem Rauchen aufhören bedeutet natürlich, Kindern innere Stärke vorzuleben. Doch auch Kinder wissen: Menschen sind nicht vollkommen. Wenn Sie mit dem Rauchen aufhören und dem Dampfen beginnen, kommuniziert das klar den Versuch, mit den eigenen Gewohnheiten zu brechen und eine bessere, sinnvolle Alternative zu finden.


Dampfen ist immer ein genussreicher Mittelweg. Allerdings: Elektrische Zigaretten sind keinesfalls für Nichtraucher oder Kinder geeignet; das Dampfen sollte ein Kind nicht ebenfalls zum Konsum von E-Zigaretten animieren.